Es geht los …

Als ich im Dezember 2009 anfing, meinen ersten großen Reisebericht zu schreiben, ahnte ich noch nicht, wie viele Texte sich im Laufe der Zeit ansammeln würden. Die wichtigsten Arbeiten habe ich hier zum Nachlesen archiviert.
Ach eins noch: Urheberrechte liegen beim Autor. (Siehe auch Impressum.) Bitte daran denken!

Viel Spaß beim Lesen!
Andreas Weise

Veröffentlicht Oktober 28, 2012 von freundederraumfahrt in Anderes

Sigmund Jähn wird 80!

(veröffentlicht auf: https://www.raumfahrer.net/news/raumfahrt/10022017224928.shtml am 10.02.2017)

Doktor Sigmund Jähn, Fliegerkosmonaut und erster Deutscher im All, feiert am 13. Februar 2017 seinen 80sten Geburtstag.
Wir gratulieren ganz herzlich!

Viele berühmte Persönlichkeiten definieren sich in der Geschichte nur durch eine einzige große Tat.
Der preußische General Blücher wäre bestimmt heute nicht so bekannt, wenn er nicht in der Schlacht bei Waterloo am 18. Juni 1815 entscheidend eingegriffen hätte.
Charles Augustus Lindbergh war ein einfacher Pilot. Durch eine einzige Tat wurde er weltberühmt, sein Atlantikflug 1927.
Ein kleiner bis dato völlig unbekannter Oberleutnant wurde im April 1961 vom Schicksal an eine Stelle gestellt, die ihn zum Symbol des Beginns eines neuen Zeitalters machte, der bemannten Raumfahrt: Juri Gagarin.

Ist es aber gerechtfertigt, die Lebensleistung nur durch eine einzelne Tat zu definieren? Eine schwere Frage und nicht leicht zu beantworten.
Der hier genannte Jubilar hat auch so eine Tat vollbracht, mit der er, ob er will oder nicht, immer in Zusammenhang gebracht wird. Mit dieser Tat ist er im Bewusstsein vieler Landsleute verankert. Sigmund Jähn ist als erster Deutscher 1978 ins All geflogen.

Viel wurde seinerzeit darüber berichtet und bis in die heutigen Tage wieder und immer wieder. Der Start von Sojus-31. Die Arbeit auf der Orbitalstation Salut-6. Die Landung mit Sojus-29. Viele große und kleine Geschichten über und um diesen Flug wurden erzählt. Alles wurde schon hunderte male berichtet und wieder berichtet. Ausgeschmückt oder kleingeredet. Immer, wie man es gerade zu sehen glaubte. Diese eine Woche Aufenthalt im Weltraum wurde von einigen Zeitgenossen als überragender Beweis der Überlegenheit des damals herrschenden Systems gewertet. Für andere war es „nur“ eine Propagandashow. Beides stimmt nicht. Aber der Akteur kann sich nur schwer gegen eingefahrene Vorurteile wehren.
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Veröffentlicht Februar 10, 2017 von freundederraumfahrt in Kolumnen, Raumfahrtgeschichte

Rogue One: A Star Wars Story?

Das Ende der Unschuld – oder – Der Traum vom schönen Märchen ist zerplatzt. Den aktuellen Film aus dem Star Wars-Universum hat Andreas Weise gesehen und ist nicht amüsiert.
(veröffentlicht auf: https://www.raumfahrer.net/news/raumfahrt/29122016092007.shtml am 29.12.2016)

Was ist das nur für ein Film? Ein echter Star Wars? Die Unterschrift „A Star Wars Story“ lässt vermuten: Es sollte ein eigenständiger Film sein, der „nur“ im Star Wars-Universum spielt. Nein! Nach meiner Meinung war das gar nichts!

Disney hatte angekündigt, Filme außerhalb der üblichen Star Wars-Saga zu drehen. Aber ob das der Geschlossenheit der eigentlichen Geschichte hilfreich ist, darf bezweifelt werden. Diese „Eigenständigkeit“ kann ein Gesamtwerk kaputt machen. Wo Star Wars drauf steht, sollte auch Star Wars drin sein.
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Veröffentlicht Dezember 29, 2016 von freundederraumfahrt in Kinoseite, Kolumnen

Zur Weihnacht, Kinder, wird’s was geben …. !

(veröffentlicht auf: https://www.raumfahrer.net/news/raumfahrt/20122016220318.shtml am 20.12.2016)

Alle Jahre wieder steht man vor dem Problem: Was schenke ich meinen Enkeln, Kindern oder Lieben zu Weihnachten? Soll das Geschenk dann noch einen raumfahrttechnischen Bezug haben, dann wird es schwierig. Daher hier drei Last-Minute-Empfehlungen für Geschenke, die sich kurz vor Ultimo noch realisieren lassen.
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Veröffentlicht Dezember 20, 2016 von freundederraumfahrt in Anderes, Kolumnen

„Sojus 29: Zwischenhalt am Boden“ – Update

(veröffentlicht auf: https://www.raumfahrer.net/news/raumfahrt/08122016225315.shtml am 08.12.2016)

Dieses News-Update bezieht sich auf den ursprünglichen Artikel „Sojus 29: Zwischenhalt am Boden“ vom Februar 2016.

Im Februar diesen Jahres wurde die Landekapsel des ersten deutschen Raumfahrers seit fast fünf Jahren zum ersten mal wieder auf den Boden des Militärhistorischen Museums in Dresden geholt. Besucher freute es. Für diese Zeit war die Präsentation einzigartig.

Der Betrachter konnte ohne behindernde Glasschutzummantelung, wie etwa in Paris oder in Speyer, das Objekt direkt aus der Nähe betrachten. Nur so konnten dann überhaupt spezielle, interessante Fragen, wie zum Beispiel nach den Schraubenbolzen und den verrußten Gewindebohrungen an der Frontseite, aufkommen.
(Diskussion hier im Forum zu den Sprengbolzen zwischen Landeapparat und Orbitalsektion).

Am 24. Februar 2016 sollte ursprünglich die „29“ wieder an ihren, durch das aktuelle Ausstellungskonzept bestimmten, Platz unter die Decke im sogenannten Libeskind-Keil gehängt werden. Doch der Aufstieg verzögerte sich auf wundersame Weise um neun Monate.
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Veröffentlicht Dezember 8, 2016 von freundederraumfahrt in Kolumnen, Raumfahrtgeschichte

Zeiss-Großplanetarium Berlin nach Umbau wieder offen

(veröffentlicht auf: https://www.raumfahrer.net/news/astronomie/29082016153105.shtml am 29.08.2016)

Das Zeiss-Großplanetarium in Berlin Prenzlauer Berg öffnete nach zweijähriger Umbauzeit und fasziniert wieder seine Besucher. Raumfahrer.net war bei einer der ersten Veranstaltungen am 26. August 2016 mit Dr. Sigmund Jähn dabei und konnte mit dem Planetarium-Chef Tim Florian Horn sprechen.

„Mein Gott, es ist voller Sterne … .“ Diese letzten Worte von Astronaut David Bowman in Stanley Kubricks Science-Fiction-Meisterwerk „2001 – Odyssee im Weltraum“ kommen einem unweigerlich in den Sinn, wenn man in der Kuppel des Planetariums Berlin Prenzlauer Berg sitzt und in die Himmelsprojektion eintaucht. Dabei darf aber schon vor Eintritt in die Himmelskuppel gestaunt werden: Denn Berlin hat sich sein Großplanetarium und dessen Modernisierung im Ostteil der Stadt richtig etwas kosten lassen.

Das Planetarium am Prenzlauer Berg war schon etwas in die Jahre gekommen. Errichtet im Jahre 1987 anlässlich der 750-Jahr-Feier der Stadt Berlin war es damals eines der größten Sternentheater überhaupt.
Nun tat eine Rekonstruktion Not.
Für die Erneuerung der Medientechnik und die baulichen Maßnahmen des Zeiss-Großplanetariums sowie zur Teilfinanzierung der Eröffnungsproduktion „Sterne über Berlin“ wurden vom Land Berlin Mittel in Höhe von 12,8 Millionen Euro zur Verfügung gestellt. Man hat also richtig ran geklotzt in Berlin. Anders als bei anderen (luftfahrtbezogenen) Bauprojekten in Berlin ist dabei etwas Großartiges entstanden.
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Rosetta, Philae und (k)ein Ende …..

Pressekonferenz und Ausstellungseröffnung im Naturkundemuseum Berlin
(veröffentlicht auf: https://www.raumfahrer.net/news/raumfahrt/10082016160156.shtml am 10.08.2016)

Am 30. September ist alles vorbei. Dann wird die Raumsonde Rosetta voraussichtlich gegen 11:10 Uhr UTC auf dem Kometen Tschurjumow-Gerassimenko „impaktieren“, also auftreffen. Dabei wird die Sonde mit einer Geschwindigkeit von 20 bis 25 Zentimetern pro Sekunde auf der Kometenoberfläche aufschlagen. Dies berichtete Dr. Stephan Ulamec, DLR-Projektleiter für den Lander Philae, am 8. August 2016 auf einer Pressekonferenz im Naturkundemuseum in Berlin am Rande einer Ausstellungseröffnung.

Lange habe man nach den passenden Worten gesucht, „Crash“ oder „Landung“ wären nicht die richtigen Beschreibungen, so Ulamec. Zu dem abschließenden Vorgang um Rosetta werde es selbstverständlich einen Livestream der ESA im Internet geben, versicherte der Wissenschaftler. Die Forscher rechneten auf den letzten hundert Metern des Abstieges noch einmal mit ganz tollen Daten, speziell mit hoch aufgelösten Bildern, führte Ulamec aus. Es sei damit zu rechnen, dass der Kontakt circa eine Sekunde nach Aufschlag oder Landung auf dem Kometen abbrechen wird, da sich die Antenne dann vermutlich nicht mehr in der entsprechenden Ausrichtung befindet.
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ILA – Wohin fliegst Du ?

Der Text wurde ursprünglich für RAUMFAHRER.NET geschrieben, dann mehrmals umgearbeitet, aber aus unterschiedlichen Gründen nicht veröffentlicht. Hauptgrund war: Er war nicht mehr zeitlich aktuell.

Kommentar und Nachlese zur ILA 2016 von Andreas Weise

Es war ein Erfolg auf der ganzen Linie: „Die ILA Berlin Air Show 2016 hat sich mit zahlreichen Innovationen und Zukunftstechnologien als Leistungsschau für alle Geschäftsfelder der globalen Aerospace-Industrie präsentiert. 1.017 Aussteller aus 37 Ländern zeigten vom 1. bis 4. Juni 2016 ein breites Spektrum ihrer aktuellen High Tech-Produkte sowie Forschungs- und Entwicklungsprojekte. Insgesamt 150.000 Fach- und Privatbesucher strömten an den vier Veranstaltungstagen auf das 250.000 Quadratmeter große Berlin ExpoCenter Airport. Rund 200 Fluggeräte wurden im Flugprogramm und auf dem Freigelände vorgestellt. Der Fachwelt boten rund 50 Kongresse und Tagungen aktuelles Branchenwissen. Digitalisierung und 3D-Druck, Industrie 4.0 und Ökoeffizienz waren nur einige der Konferenzschwerpunkte. Das neue Future Lab am Stand des Bundeswirtschaftsministeriums ermöglichte mit vielen High Tech-Produkten einen Blick in die technologische Zukunft der Aerospace-Industrie. Auf dem erstmals durchgeführten Startup Day stellten 50 junge Unternehmen ihre kreativen Ideen und Geschäftsmodelle vor, die später einmal die Aerospace-Industrie bereichern könnten.“ …
Und der Hauptgeschäftsführer des Bundesverbandes der Deutschen Luft- und Raumfahrtindustrie e.V. (BDLI) Volker Thurm wird zitiert: „Die vergangenen vier Tage haben deutlich gezeigt, dass die ILA 2016 Synonym für Innovation and Leadership in Aerospace ist. Sie hat gezielt richtungsweisende Themen unserer global aufgestellten Branche aufgegriffen wie Nachhaltigkeit, Digitalisierung, 3D-Druck oder Industrie 4.0. Diese Zukunftsfelder haben in den vergangenen Tagen entscheidende Impulse erhalten, auf die unsere Industrie zurückgreifen wird bei der Umsetzung von Innovationen in Produkte der Spitzentechnologie. Eine besondere Freude ist mir auch das ausschließlich positive Feedback unserer Aussteller aus der ganzen Welt. Das vielfältige Flugprogramm hat die Faszination unserer Produkte eindrucksvoll präsentiert.“ …
So ist es zu lesen in der abschließenden Pressemitteilung der Veranstalter der diesjährigen Luft- und Raumfahrtschau in Berlin-Schönefeld. Und so wurde es von vielen Presseorganen einfach übernommen. Nun mag das genannte inhaltlich alles richtig sein.
Wie aber stellt sich die Angelegenheit für jemanden dar, der keinen Platz im Big Business hat? Wie hat sich die Veranstaltung dem interessierten Bürger ohne Fachbesucher-Motive präsentiert?
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Veröffentlicht Juni 13, 2016 von freundederraumfahrt in Kolumnen