Es geht los …

Als ich im Dezember 2009 anfing, meinen ersten großen Reisebericht zu schreiben, ahnte ich noch nicht, wie viele Texte sich im Laufe der Zeit ansammeln würden. Die wichtigsten Arbeiten habe ich hier zum Nachlesen archiviert.
Ach eins noch: Urheberrechte liegen beim Autor. (Siehe auch Impressum.) Bitte daran denken!

Viel Spaß beim Lesen!
Andreas Weise

Veröffentlicht Oktober 28, 2012 von freundederraumfahrt in Anderes

Nachlese: Erster #Weltraumkongress des BDI

(veröffentlicht auf: https://www.raumfahrer.net/news/raumfahrt/25102019062641.shtml am 25.10.2019)

Erster #Weltraumkongress des BDI am 18. Oktober 2019 – Raumfahrer.net war dabei – Eine Reflexion.

Der #Weltraumkongress des Bundesverbandes der Deutschen Industrie e.V. (BDI) ist nun schon einige Tage her. Und noch immer rauscht es nach in den sozialen Netzwerken und in der Presse. Mit etwas zeitlichen Abstand scheint es nicht verkehrt, das Erlebte zu reflektieren, ohne den Anspruch auf allumfassende Vollständigkeit und Themenwertung zu erheben.

Voraus geschickt sei die Bemerkung, dass wir uns sehr gefreut haben, vom BDI die Möglichkeit der Teilnahme erhalten zu haben. Sie war nicht an irgendwelche Vorbedingungen geknüpft.
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Veröffentlicht Oktober 25, 2019 von freundederraumfahrt in Information, Technik und Projekte

An Stelle eines Nachrufs

(veröffentlicht auf: https://www.raumfahrer.net/news/raumfahrt/07102019215344.shtml am 07.10.2019)

Es ist nun schon einige Tage her, dass die Nachricht kam: Sigmund Jähn ist tot. Unfassbar! Es kam so plötzlich und unerwartet für manche. Ich persönlich brauchte erst einige Tage, um zu realisieren, was das bedeutet. Der große kleine Mann, der nie im Vordergrund stehen wollte, der Vater und Großvater aller deutschen Raumfahrer (Zitat Astronaut Reinhold Ewald) ist nicht mehr.

Einen Nachruf zu schreiben habe ich versucht, konnte es aber nicht. Wo soll man anfangen? Was soll man berichten? In den letzten Wochen wurde breit in den Medien über ihn berichtet. Viel mehr als jemals zuvor. Und das deutschlandweit! Eine Aufmerksamkeit, die er nie zuvor erfahren hat.

Wovon soll man erzählen? Jähn hat viele bemerkenswerte Lebensetappen gehabt.
Er stammt aus einfachen Verhältnissen, lernt Buchdrucker. Fliegen will er. Dafür geht er zu den Luftstreitkräften der DDR. Er tut das auch in der Überzeugung, seinem Land, dieser DDR, einen Dienst zu tun. Als junger Flugzeugführer muss er sich bei einem Tiefflug aus seiner Maschine katapultieren. Eine sehr gefährliche, lebensgefährliche Situation. Später wird er selber Flugunfälle, besondere Vorkommnisse, untersuchen. Dann die Auswahl als Kosmonautenkandidat. Unzählige Male ist dieser Werdegang geschildert worden. Er selber meint dazu, dass er nur Glück gehabt habe.
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Veröffentlicht Oktober 7, 2019 von freundederraumfahrt in Anderes

Matthias Maurer: Wünsche und Perspektiven

(veröffentlicht auf: https://www.raumfahrer.net/news/raumfahrt/31082019083201.shtml am 31.08.2019)

Am Rande einer Veranstaltung am 27. Juni 2019 im Groß-Planetarium Berlin, Prenzlauer Berg, hatte Raumfahrer.net die Gelegenheit, mit dem zweiten deutschen Astronauten im Astronautenkorps der ESA, Herrn Doktor Matthias Maurer, ein Interview zu führen.

Mir steht ein jung aussehender Mann im „Blaumann“ eines Astronauten gegenüber. Meistens lächelt er. Scherzhaft könnte man meinen: Er verkörpert optisch das Idealbild und den Schwarm aller Schwiegermütter. Doch der Eindruck täuscht. Ich erlebe einen sehr ernsten, seine Worte wohl abwägenden Spezialisten.

Kennen gelernt hatte ich Maurer auf der YurisNight 2019 in Wien zwei Monate zuvor. Dort reifte die Idee, etwas über diese interessante Persönlichkeit zu Papier zu bringen. Vor wenigen Augenblicken stand er noch unter der Kuppel des Planetariums Rede und Antwort zu Fragen zukünftiger Mondexploration. Beschäftigt man sich im Vorfeld ein wenig mit der Person Maurer, so erkennt man schnell: Es handelt sich um einen der wichtigsten Protagonisten in der europäischen bemannten Raumfahrt. Maurer ist auf derart vielen verschiedenen Gebieten tätig, dass jedes Einzelne genügend Stoff für eine spannende Geschichte bietet. Neustes Betätigungsfeld ist das in Entstehung befindliche „Mondtestgelände“ in Köln. Das ist heute aber nicht das Thema.
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Veröffentlicht August 31, 2019 von freundederraumfahrt in Information, Interview

PTScientists: Ikarus oder Phönix?

(veröffentlicht auf: https://www.raumfahrer.net/news/raumfahrt/24082019070808.shtml am 24.08.2019)

Gedanken – 50 Tage nach der Insolvenzanmeldung

Dem Berliner Start-Up-Unternehmen PTScientists geht es, wenn man die wenigen Nachrichten in der Presse verfolgt, nicht besonders gut. Eigentlich wollte das Unternehmen einen, seit langen Jahren immer wieder verschobenen, Start einer Mondlandesonde inklusive Rover durchführen. Allerdings meldete die Firma im letzten Monat, genauer am 5. Juli 2019, Insolvenz an.

Für die Raumfahrtfan-Gemeinde, die Politik und die Raumfahrtbranche begleitende Presse war PTScientists immer ein Aushängeschild, ein Leuchtturm. Da gab es eine Firma, die will zum Mond, man krempelt sich die Ärmel hoch und macht es. „Hell Yeah, It’s Rocket Science!“ Was für eine Dynamik! Und jeder wollte mit auf das Gruppenbild. Und diese gab es zu Hauf. Nach dem für die Öffentlichkeit völlig überraschenden Insolvenzantrag wurde es schlagartig still. Es gab einige wenige Artikel in der Presse, ausgeschlachtet wurde das Thema nicht. Ganz im Gegenteil konnte man den Eindruck bekommen, PTScientists sei auf Tauchstation im Schweigemodus verschwunden.
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Veröffentlicht August 24, 2019 von freundederraumfahrt in Anderes, Information, Kolumnen, Technik und Projekte

Jahr 50 nach Apollo11: Statt Missionsbeschreibung…

(veröffentlicht auf: https://www.raumfahrer.net/news/raumfahrt/20072019121642.shtml am 20.07.2019)

Am Sonntag, dem 21. Juli jährt sich zum fünfzigsten Mal der Tag, an dem der US-Amerikaner Neil Alden Armstrong als erster Mensch seinen Fuß auf den Mond setzte.

Damit steuern die Apollo-50-Feierlichkeiten unaufhörlich auf ihren Höhepunkt zu. Kein anderes Thema in der Raumfahrt ist in den letzten Wochen und Monaten mehr in den Medien präsent gewesen, als dieses. Unzählige Publikationen, Dokumentationen und Veranstaltungen wechselten sich in immer kürzer Zeit ab. Die Bilder sind immer die gleichen. Der Mann auf dem Mond und das Sternenbanner.

Dagegen erscheinen andere Jahrestage, wie zum Beispiel von Sputnik 1, geradezu wie eine geschichtliche Fußnote. Auch der 12. April ist meist nur für Raumfahrtfans ein wichtiges Datum: Da flog 1981 zum ersten Mal das Space Shuttle und seit 2001 gibt es die weltweite Spaceparty Yuris-Night an diesem Tag. Und natürlich gab es ja noch den Flug eines gewissen Juri Alexejewitsch Gagarin, der 1961 am 12. April das Tor für die bemannte Raumfahrt aufstieß.

Warum wird nun dem Ereignis der Mondlandung selber, so eine Bedeutung zugewiesen?
Nun, dafür sind die Gründe vielschichtig.
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Veröffentlicht Juli 20, 2019 von freundederraumfahrt in Raumfahrtgeschichte

Le Bourget 2019 – So wie immer? – Nicht ganz.

(veröffentlicht auf: https://www.raumfahrer.net/news/raumfahrt/25062019023057.shtml am 25.06.2019)

Eigentlich hatte ich mir fest vorgenommen, es mir ganz einfach zu machen. Ich wollte mir die Reiseberichte „Le Bourget 2015 – Jeder fliegt für sich alleine …“ und „Le Bourget 2017“ nehmen, etwas umschreiben und fertig wäre die 2019er Ausgabe. Es hat sich ja sowieso nichts geändert. Dachte ich.

Zunächst musste ich bei der Planung im Dezember 2018 feststellen, dass die Fluglinie mit dem großen, langbeinigen Zugvogel im Wappen, bzw. deren Euro-Ableger, nicht mehr zur gewünschten Zeit nach Paris, Flughafen Charles De Gaulle, flog. Das machte aber nichts. Ich buchte bei der Fluggesellschaft, die nach der Air Berlin-Pleite in Berlin geradezu explodiert war. Deren Maschinen erinnern in der Farbgebung etwas an die Berliner Stadtreinigung (BSR). Das soll hier keinesfalls negativ verstanden werden, denn erstens hat die BSR im Allgemeinen einen guten Ruf in Berlin und zweitens kann der Flieger in Punkto Service durchaus mithalten.

Und wenn man dann noch einen Foto-Rucksack mit dabei hat, der genau unter den Vordersitz passt, dann entfällt auch die Streiterei um die Gepäckfächer. Übrigens konnte man wieder Sozialstudien treiben. Manche zeitgenössischen Fluggäste wollen es einfach nicht glauben, dass man mit einem für x9,95€ ohne Extras gebuchten Flugticket dann nicht mit zwei Gepäckstücken, bzw. einem zu großen Koffer als Handgepäck, in die Kabine einsteigen darf. Aber das ist eine andere Geschichte.
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Nachlese: Raumfahrttage Morgenröthe-Rautenkranz 2019

(veröffentlicht auf: https://www.raumfahrer.net/news/raumfahrt/15062019063439.shtml am 15.06.2019)

Was haben die Deutsche Raumfahrtausstellung in Morgenröthe-Rautenkranz und die Kunstschule Bauhaus gemeinsam?

Beide beschränken sich auf das Wesentliche. Doch während Bauhausgründer Walter Gropius diese Konzeptrichtung bereits vor 100 Jahren umsetzte, ist die Deutsche Raumfahrtausstellung jetzt an diesem Punkt angekommen. Und das ist sehr erfrischend.

Am Sonntag, dem 19. Mai 2019 gingen in Morgenröthe-Rautenkranz die Raumfahrttage 2019 zu Ende. Wer Stammgast bei dieser Veranstaltung ist, musste unweigerlich feststellen, dass alles etwas kleiner und kompakter daher kam. Kein gigantisches Zelt war neben dem Hauptgebäude aufgebaut. Kein Gedränge am Wurst- und Getränkestand. Kein Kampf um Sitzplätze.

Die Veranstaltung fand im Gebäude statt und war durch die Anzahl der Stühle beschränkt. Man hatte außerdem im Vorfeld nicht groß Werbung gemacht. Die Folge war eine übersichtliche Anzahl an Teilnehmern. Diese waren dann auch fast ausschließlich das Fachpublikum, das man sich für eine derartige Veranstaltung wünschen mag. Für die Teilnehmer auf und vor der Bühne erschien das als angenehm.
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Veröffentlicht Juni 15, 2019 von freundederraumfahrt in Anderes, Reise- und Ereignisberichte