Es geht los …

Als ich im Dezember 2009 anfing, meinen ersten großen Reisebericht zu schreiben, ahnte ich noch nicht, wie viele Texte sich im Laufe der Zeit ansammeln würden. Die wichtigsten Arbeiten habe ich hier zum Nachlesen archiviert.
Ach eins noch: Urheberrechte liegen beim Autor. (Siehe auch Impressum.) Bitte daran denken!

Viel Spaß beim Lesen!
Andreas Weise

Veröffentlicht Oktober 28, 2012 von freundederraumfahrt in Anderes

Rosetta, Philae und (k)ein Ende …..

Pressekonferenz und Ausstellungseröffnung im Naturkundemuseum Berlin
(veröffentlicht auf: https://www.raumfahrer.net/news/raumfahrt/10082016160156.shtml am 10.08.2016)

Am 30. September ist alles vorbei. Dann wird die Raumsonde Rosetta voraussichtlich gegen 11:10 Uhr UTC auf dem Kometen Tschurjumow-Gerassimenko „impaktieren“, also auftreffen. Dabei wird die Sonde mit einer Geschwindigkeit von 20 bis 25 Zentimetern pro Sekunde auf der Kometenoberfläche aufschlagen. Dies berichtete Dr. Stephan Ulamec, DLR-Projektleiter für den Lander Philae, am 8. August 2016 auf einer Pressekonferenz im Naturkundemuseum in Berlin am Rande einer Ausstellungseröffnung.

Lange habe man nach den passenden Worten gesucht, „Crash“ oder „Landung“ wären nicht die richtigen Beschreibungen, so Ulamec. Zu dem abschließenden Vorgang um Rosetta werde es selbstverständlich einen Livestream der ESA im Internet geben, versicherte der Wissenschaftler. Die Forscher rechneten auf den letzten hundert Metern des Abstieges noch einmal mit ganz tollen Daten, speziell mit hoch aufgelösten Bildern, führte Ulamec aus. Es sei damit zu rechnen, dass der Kontakt circa eine Sekunde nach Aufschlag oder Landung auf dem Kometen abbrechen wird, da sich die Antenne dann vermutlich nicht mehr in der entsprechenden Ausrichtung befindet.
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ILA – Wohin fliegst Du ?

Der Text wurde ursprünglich für RAUMFAHRER.NET geschrieben, dann mehrmals umgearbeitet, aber aus unterschiedlichen Gründen nicht veröffentlicht. Hauptgrund war: Er war nicht mehr zeitlich aktuell.

Kommentar und Nachlese zur ILA 2016 von Andreas Weise

Es war ein Erfolg auf der ganzen Linie: „Die ILA Berlin Air Show 2016 hat sich mit zahlreichen Innovationen und Zukunftstechnologien als Leistungsschau für alle Geschäftsfelder der globalen Aerospace-Industrie präsentiert. 1.017 Aussteller aus 37 Ländern zeigten vom 1. bis 4. Juni 2016 ein breites Spektrum ihrer aktuellen High Tech-Produkte sowie Forschungs- und Entwicklungsprojekte. Insgesamt 150.000 Fach- und Privatbesucher strömten an den vier Veranstaltungstagen auf das 250.000 Quadratmeter große Berlin ExpoCenter Airport. Rund 200 Fluggeräte wurden im Flugprogramm und auf dem Freigelände vorgestellt. Der Fachwelt boten rund 50 Kongresse und Tagungen aktuelles Branchenwissen. Digitalisierung und 3D-Druck, Industrie 4.0 und Ökoeffizienz waren nur einige der Konferenzschwerpunkte. Das neue Future Lab am Stand des Bundeswirtschaftsministeriums ermöglichte mit vielen High Tech-Produkten einen Blick in die technologische Zukunft der Aerospace-Industrie. Auf dem erstmals durchgeführten Startup Day stellten 50 junge Unternehmen ihre kreativen Ideen und Geschäftsmodelle vor, die später einmal die Aerospace-Industrie bereichern könnten.“ …
Und der Hauptgeschäftsführer des Bundesverbandes der Deutschen Luft- und Raumfahrtindustrie e.V. (BDLI) Volker Thurm wird zitiert: „Die vergangenen vier Tage haben deutlich gezeigt, dass die ILA 2016 Synonym für Innovation and Leadership in Aerospace ist. Sie hat gezielt richtungsweisende Themen unserer global aufgestellten Branche aufgegriffen wie Nachhaltigkeit, Digitalisierung, 3D-Druck oder Industrie 4.0. Diese Zukunftsfelder haben in den vergangenen Tagen entscheidende Impulse erhalten, auf die unsere Industrie zurückgreifen wird bei der Umsetzung von Innovationen in Produkte der Spitzentechnologie. Eine besondere Freude ist mir auch das ausschließlich positive Feedback unserer Aussteller aus der ganzen Welt. Das vielfältige Flugprogramm hat die Faszination unserer Produkte eindrucksvoll präsentiert.“ …
So ist es zu lesen in der abschließenden Pressemitteilung der Veranstalter der diesjährigen Luft- und Raumfahrtschau in Berlin-Schönefeld. Und so wurde es von vielen Presseorganen einfach übernommen. Nun mag das genannte inhaltlich alles richtig sein.
Wie aber stellt sich die Angelegenheit für jemanden dar, der keinen Platz im Big Business hat? Wie hat sich die Veranstaltung dem interessierten Bürger ohne Fachbesucher-Motive präsentiert?
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Veröffentlicht Juni 13, 2016 von freundederraumfahrt in Kolumnen

Deimos – Ich schau dir in die Augen, Kleiner … !

(veröffentlicht auf: http://www.raumfahrer.net/news/raumfahrt/01042016071653.shtml am 01.04. und 02.04.2016 als Aprilscherz in Raumfahrer.net 2016)

Der Indischen Raumfahrt ist ein spektakulärer Coup bei der Erkundung des Sonnensystems gelungen. Die indische Sonde liefert spektakuläre Bilder des Marsmondes Deimos.

Am frühen Morgen (MEZ) des 4. März 2016 wurde der indischen Mars-Orbiters Mangalyaan alias MOM neu ausgerichtet und sein Haupttriebwerk für 12,85 Sekunden gezündet. Zuvor war ein entsprechendes Missionsupdate für die Triebwerkssequenz vom indischen Kontrollzentrum MCF in Hassan eingespielt worden.
Durch die Triebwerkszündung ist die Sonde auf eine extrem elliptische Bahn um den Mars aufgestiegen. Die geringste Marsannährung wurde inzwischen mit 7.250 Kilometer und die größte Entfernung mit 19.750 Kilometer angegeben.
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Veröffentlicht April 2, 2016 von freundederraumfahrt in Technik und Projekte

G. Kowalski über „Gagarin – Er könnte noch leben“

(veröffentlicht auf: http://www.raumfahrer.net/news/raumfahrt/29032016225457.shtml am 29.03.2016)

Zum Unfalltod Gagarins, der sich am 27. März zum 48. Mal jährte, gibt es neue Erkenntnisse. Dargelegt sind diese im Buch „Gagarin – Er könnte noch leben“ von Oberst a.D. Nikolai K. Sergejew. Der Herausgeber und Übersetzer Gerhard Kowalski gab Raumfahrer.net am Rande der Leipziger Buchmesse 2016 ein Interview.

Raumfahrer.net (RN): Herr Kowalski, das vorliegende Buch gibt an, das Rätsel um den Absturz von Gagarins MiG endgültig gelöst zu haben. Ist das Rätsel endgültig gelöst?

Gerhard Kowalski: Nein, das stimmt nicht ganz. Das ist eine Fehlinterpretation des Buches. Das Rätsel ist noch nicht gelöst. Wir sind aber auf dem Weg zu seiner Lösung einen ganzen Schritt weiter gekommen. So ist völlig überraschend für mich herausgekommen, dass Gagarin an dem Tag, an dem er abgestürzt ist, keinen Kontrollflug mit der MiG-15 UTI (Anmerkung: Schulflugzeug, Doppelsitzer) mehr machen sollte. Es sollte gleich mit einer MiG-17 allein fliegen. Er hat dann aber trotzdem einen Kontrollflug gemacht, weil Nikolai Kamanin, also der Kosmonautenchef, es angewiesen hat.
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Veröffentlicht März 29, 2016 von freundederraumfahrt in Interview, Raumfahrtgeschichte

Zum 48. Todestag von Juri Gagarin

Das Rätselraten über die Umstände seines Todes – und ein neues Buch mit neuen Fakten
(veröffentlicht auf: http://www.raumfahrer.net/news/raumfahrt/18032016101102.shtml am 18.03.2016)

Die Vorgeschichte
Es gibt viele Geschichten in der Raumfahrt, die nebulös und geheimnisvoll sind.
Ich selber befasse mich seit Jahren mit Ungereimtheiten in der Anfangsphase der bemannten Raumfahrt und bin dabei nicht auf Aliens oder Weltverschwörungen, aber auf so manche interessante Geschichte gestoßen.
Wie zum Beispiel die eines Weltraumfluges, den es gar nicht gab.
http://www.raumfahrer.net/news/raumfahrt/15042014220440.shtml

Wo aber der Spaß aufhört und der bittere Ernst anfängt, das sind Geschichten vom Tod. Und speziell um den Tod des ersten Menschen, der in den Weltraum geflogen ist, ranken sich heute noch teilweise die absurdesten Gerüchte. Die Rede ist vom Unfalltod des Juri Alexejewitsch Gagarin am 27. März 1968.
Dieser stürzt bei einem banalen Übungsflug zusammen mit seinem Fluglehrer Oberst Wladimir Serjorgin mit einem Schulflugzeug Mig-1UTI ab. Die Umstände sind bis heute ungeklärt.

Und diese Unklarheit bereitet den Nährboden für so manche Haare sträubende Geschichte:
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Veröffentlicht März 18, 2016 von freundederraumfahrt in Kolumnen, Raumfahrtgeschichte

Sojus 29: Zwischenhalt am Boden

Die Kapsel konnte für kurze Zeit aus der Nähe besichtigt werden. Andreas Weise war für Raumfahrer.net am 19. Februar 2016 im Militärhistorischen Museum (MHM) Dresden.

(veröffentlicht auf: http://www.raumfahrer.net/news/raumfahrt/21022016214631.shtml am 21.02.2016)

„…Ich kann mir wirklich nicht vorstellen, dass dieser Platz zwischen Himmel und Erde der Endlagerplatz für die Sojus sein soll! Nein, ich kann es mir wirklich nicht vorstellen!…“ So hatte ich in der Zeitschrift „Raumfahrt Concret“ Ausgabe 4/5/2011 anlässlich der Neueröffnung des Militärhistorischen Museums Dresden, kurz MHM, Ende 2011 geschrieben.

Wohl wissend um die komplizierten, rechtlichen und emotionalen Zusammenhänge war ich aber davon ausgegangen, dass es trotz aller Bemühungen noch lange Zeit dauern würde, bis die „29“ mal wieder aus der Nähe zu betrachten wäre. Seit dem Zeitpunkt der Aufhängung in der rückseitigen oberen Ecke des Libeskind-Keils im Militärhistorischen Museum in Dresden Ende 2011 hat die „29“ nun erstmalig wieder den Boden erreicht.
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Veröffentlicht Februar 21, 2016 von freundederraumfahrt in Kolumnen, Raumfahrtgeschichte

Cosmonauts: Birth of the Space Age

In London ist derzeit eine einmalige Ausstellung zur sowjetischen und russischen Weltraumgeschichte zu sehen. Für Raumfahrer.net war Andreas Weise vor Ort.

(veröffentlicht auf: http://www.raumfahrer.net/news/raumfahrt/17022016111840.shtml am 17.02.2016)

Juwelenschau
Warum setzt man sich mitten in der Woche zu nachtschlafender Zeit in ein Flugzeug und fliegt nach London? Nun, zum ersten sind zur Wochenmitte die Flugpreise am niedrigsten. Und zum zweiten gibt es in London die Kronjuwelen zu bestaunen. Und die sind wirklich sehenswert! Allerdings meine ich nicht die wohl behüteten, im Tower auf den täglichen Touristenansturm wartenden Insignien der Britischen Krone.

In London sind zur Zeit die Kronjuwelen der sowjetischen Raumfahrt ausgestellt. Dem Science Museum London ist es gelungen, bedeutende, wichtige und auch schöne Ausstellungsstücke aus öffentlichen, nicht öffentlichen und privaten Museen Russlands zu vereinigen. Die Vorbereitung dieser Ausstellung hat nicht nur enormes diplomatisches Geschick erfordert, sie erstreckte sich darüber hinaus über mehrere Jahre. Die Liste der Leihgeber und Unterstützer der Ausstellung liest sich wie ein Who-is-who der russischen Raumfahrt. Museen und Ausstellungen, die ein „normalsterblicher Raumfahrtfan“ nicht ohne weiteres betreten kann, gaben Leihstellungen. Stellvertretend sei hier Zvesda, Energia, Lavochkin und das Moskauer Staatliche Luftfahrtinstitut genannt.
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