Archiv für die Kategorie ‘Raumfahrtgeschichte

Jahr 50 nach Apollo11: Statt Missionsbeschreibung…

(veröffentlicht auf: https://www.raumfahrer.net/news/raumfahrt/20072019121642.shtml am 20.07.2019)

Am Sonntag, dem 21. Juli jährt sich zum fünfzigsten Mal der Tag, an dem der US-Amerikaner Neil Alden Armstrong als erster Mensch seinen Fuß auf den Mond setzte.

Damit steuern die Apollo-50-Feierlichkeiten unaufhörlich auf ihren Höhepunkt zu. Kein anderes Thema in der Raumfahrt ist in den letzten Wochen und Monaten mehr in den Medien präsent gewesen, als dieses. Unzählige Publikationen, Dokumentationen und Veranstaltungen wechselten sich in immer kürzer Zeit ab. Die Bilder sind immer die gleichen. Der Mann auf dem Mond und das Sternenbanner.

Dagegen erscheinen andere Jahrestage, wie zum Beispiel von Sputnik 1, geradezu wie eine geschichtliche Fußnote. Auch der 12. April ist meist nur für Raumfahrtfans ein wichtiges Datum: Da flog 1981 zum ersten Mal das Space Shuttle und seit 2001 gibt es die weltweite Spaceparty Yuris-Night an diesem Tag. Und natürlich gab es ja noch den Flug eines gewissen Juri Alexejewitsch Gagarin, der 1961 am 12. April das Tor für die bemannte Raumfahrt aufstieß.

Warum wird nun dem Ereignis der Mondlandung selber, so eine Bedeutung zugewiesen?
Nun, dafür sind die Gründe vielschichtig.
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Veröffentlicht Juli 20, 2019 von freundederraumfahrt in Raumfahrtgeschichte

Rückblende: Herman Potočnik Noordung

(veröffentlicht auf: https://www.raumfahrer.net/news/raumfahrt/15042019174447.shtml am 15.04.2019)

Zur Ehrung eines Weltraumvisionärs.

Denkt man heute an den Begriff „Raumstation“, so schwebt einem sofort das Bild der ISS vor Augen. Eine große Konstruktion aus Zylindern, Kegeln und Quadern mit riesigen Solar-Auslegern. Das Bild einer Raumstation, wie wir sie heute kennen, wurde durch die Vorgängermodelle, wie Saljut, Mir und Skylab geprägt. Immer wird ein Zylinder mit anderen Zylindern kombiniert.

Geht man in der Zeit weit vor 1971 zurück, so findet man ganz andere Vorstellungen von der „klassischen“ Raumstation. In verschiedenen Publikationen wurde diese als ringförmiges, sich um die Radnabe drehendes Gebilde dargestellt. Man war der Meinung, dass es notwendig wäre, durch Rotationskräfte künstliche Schwerkraft zu erzeugen. Ein gar nicht so abwegiger Gedanke für Langzeitaufenthalte im Weltraum, der heute weiter aktuell ist.
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Suborbitale Flüge in der Sowjetunion

(veröffentlicht auf: https://www.raumfahrer.net/news/raumfahrt/01042019031336.shtml am 01.04.2019)

Rückblende: Frühe bemannte suborbitale Flüge in der Sowjetunion. Neue Informationen und neue Fragen … (Achtung, Aprilscherz)

In wenigen Tagen jährt sich zum 58. Mal der historische Flug von Juri Gagarin. 1961 startete zum ersten Mal in der Geschichte der Menschheit ein Raumschiff mit einem Menschen an Bord zu einem Flug in den Weltraum. Der Flug ging über einen kompletten Erdorbit. Diese Erstleistung wurde von der Sowjetunion vollbracht.

Die USA brachten ihren Mann erst einen Monat später ins All. Dabei absolvierte der Astronaut Alan B. Shepard einen ballistischen Flug mit einer Redstone-Rakete. Technologisch gleich ziehen mit der Sowjetunion konnten die USA erst ein Jahr später mit dem historischen Flug von John Glenn. Alle diese Unternehmen waren höchst risikoreich und es gebührt den damaligen Raumfahrern höchste Anerkennung für ihren Mut. Nicht bekannt ist, wie viele Opfer es bei der Erringung dieser Ziele im Vorfeld gegeben hat.
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Veröffentlicht April 1, 2019 von freundederraumfahrt in Raumfahrtgeschichte, Technik und Projekte

Alexander Gerst wieder im EAC in Köln

(veröffentlicht auf: https://www.raumfahrer.net/news/raumfahrt/05012019080308.shtml am 05.01.2019)

Was folgt(e) sind Liegestütze unterm Weihnachtsbaum – und eine menge Arbeit. Ein kommentierender Rückblick auf eine Pressekonferenz nach einer langen Dienstreise.

Zwischen Weihnachten und Neujahr ist bei vielen Menschen in Deutschland Stress pur angesagt. Mir blieb aber noch Zeit, zwischen Weihnachtsgans und Silvesterkarpfen den medialen Raumfahrtjahresabschluss Revue passieren zu lassen. Die Rede ist von der Pressekonferenz am 22. Dezember 2018 mit Alexander Gerst beim Europäische Astronautenzentrum (European Astronaut Centre, EAC) in Köln. Dazu also einige Gedanken.

Die Ereignisse im Dauerlauf
War das ein Marathon nach der Landung?! Etwas mehr als 13 Stunden nach dem Aufsetzen in der gut durchgekühlten kasachischen Steppe erreichte Gerst das dagegen angenehm regnerisch temperierte Köln.

Bei der Rückreise ins EAC ließ man nichts anbrennen. In Erinnerung ist noch Gests Rückkehr von seiner ersten Mission mit einem ADAC-Ambulanz-Jet. Der jetzige ESA-Chef Wörner hatte auf einer Veranstaltung in Morgenröthe-Rautenkranz einmal sehr zur allgemeinen Belustigung des Publikums erzählt, wie es zu diesem etwas ungewöhnlichen Transport gekommen war, inkl. der Klärung der Frage, ob Gerst überhaupt ADAC-Mitglied ist. Eine solche Blöße wollte man sich diesmal nicht geben.

Die ESA hatte bei Jetcall extra einen Jet gechartert. Sogar das ESA-Logo war aufgeklebt worden. Die Bombadier Challenger CL604 war für den Krankentransport ausgerüstet, wie man auf der Webseite von Jetcall lesen konnte. Aber Gerst wird, so wie auf dem früheren Heimkehrflug, vermutlich keine Trage gebraucht haben. Gut gelaunt stieg er in Köln aus, gerade so, als ob er gerade von einer Eintages-Dienstreise kam. Und Raumfahrer.net war dabei. Danke an Mario für Bilder und Eindrucksschilderungen im Forum Raumcon.

29 Stunden nach der Rückkehr zur Erde gab Gerst sein erstes Interview im EAC in Köln. Und weitere 24 Stunden später folgte der mediale Abschluss seines Fluges: Die Pressekonferenz, zwei Tage nach der Landung, im EAC in Köln.
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Rückblende: Gedanken zu Apollo 8 – Weihnachten 1968

(veröffentlicht auf: https://www.raumfahrer.net/news/raumfahrt/20122018110443.shtml am 20.12.2018)

Ein Startplatz in Florida in den Vereinigten Staaten von Amerika. Drei Männer schicken sich an Geschichte zu schreiben. In einem Gefährt von 10 Tonnen bei einem Durchmesser von 2,70 Metern soll zum ersten Mal in der Geschichte der Mond angesteuert werden.

Die Vision
Der Start zum Mond gelingt. Der Mond wird umflogen. Schließlich endet die Reise mit der Wasserung im Pazifischen Ozean, wo die kühnen Männer von einem Schiff der Marine der Vereinigten Staaten gerettet werden. Alle werden als Helden gefeiert…

Kommt einem die Geschichte bekannt vor? Irgendwie schon.

Aber sie ist nicht fünfzig, sondern hundertfünfzig Jahre alt. Sie entstammt der Feder des genialen französischen Schriftstellers Jules Verne. Dieser schrieb 1865 und 1870 seine beiden berühmten phantastischen Mondreisegeschichten „Von der Erde zum Mond“ und „Reise um den Mond“. Die Parallelen zu den später erfolgten wirklichen Mondflügen sind verblüffend.
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Veröffentlicht Dezember 20, 2018 von freundederraumfahrt in Raumfahrtgeschichte, Technik und Projekte

Weihnachten 2018 steht vor der Tür.

(veröffentlicht auf: https://www.raumfahrer.net/news/raumfahrt/05122018092854.shtml am 05.12.2018)

Es ist schon fast eine gute Tradition, sich an dieser Stelle Gedanken über das bevorstehende Weihnachtsfest zu machen. Wie jedes Jahr steht die Problematik: Was schenke ich bloß? Hier sind sieben ernst gemeinte Empfehlungen…

Das unbestrittene Idealgeschenk ist (nach meiner Meinung)… immer noch ein gutes Buch. Es ist leicht zu handhaben. Manchmal ist es krisenfest und wertbeständig. Man kann es fast überall mitnehmen. Es braucht keine Batterien. Man muss es nicht ständig nachladen. Und es fördert die Phantasie und das selbständige Lesen.

Aber nun im Ernst: Hier sind einige Geschenkempfehlungen.
Das folgende soll keine Aneinanderreihung von Buchrezensionen sein. Die abschließende Bewertung muss der Leser schon selber treffen. Vielmehr sind es Vorschläge, wohin man im Buchladen seines Vertrauens hier und da das Auge einmal richten könnte.

Ich hoffe, für jede Altersklasse ist etwas dabei. Anzumerken ist noch: Alle Buchtitel sind Zufallsfunde. Da ich oft im Berliner Regionalverkehr unterwegs bin, führt mich mein Weg manchmal in Buchläden am Wegesrand. Und da findet man so allerlei.
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Veröffentlicht Dezember 5, 2018 von freundederraumfahrt in Anderes, Bücher, Information, Raumfahrtgeschichte

Gagarin und „Das ungeschriebene Gesetz“

(veröffentlicht auf: https://www.raumfahrer.net/news/raumfahrt/06032018211106.shtml am 06.03.2018)

Am 27. März vor genau 50 Jahren kam der erste Raumfahrer der Welt, der Kosmonaut Juri Alexejewitsch Gagarin bei einem Flugzeugabsturz ums Leben. Der Unfallhergang wurde nie abschließend aufgeklärt. Vor zwei Jahren gab es dann mutmaßlich neue Erkenntnisse, die eine Neuaufnahme der Unglücksuntersuchung rechtfertigen könnte. Passiert ist bislang nichts …. !

Es besteht das ungeschriebene Gesetz: Ein Flugunfall ist aufzuklären. Egal, wie lange es dauert. Dabei sind die Ursachen des Unfallereignisses zu ermitteln. Aus den gewonnenen Erkenntnissen sind dann Maßnahmen abzuleiten, dass so ein Flugunfall nie wieder passieren kann.

In der Öffentlichkeit sind vor allem die großen Flugunfälle mit Passagierflugzeugen im Gedächtnis geblieben. So der Absturz eines Urlaubsfliegers der Birgenair 1996. Hier war ein technischer Defekt die Hauptunfallursache. Oder die Explosion einer Boeing 747 der Fluggesellschaft TWA vor New York, ebenfalls 1996. Ein bis dato nicht so beachtetes Phänomen der Gasbildung in halb leeren Flugzeugtanks führte später zur Umkonstruktion des Jumbojets. Beim Absturz eines Air-France-Airbus 2009 mitten über dem Atlantik handelte es sich hauptsächlich um eine Kombination aus technischen Versagen und Pilotenfehler. Neue Trainingsprogramme für Piloten waren die Folge. Manchmal kann die Aufklärung schnell erfolgen. Bei anderen Vorkommnisse wird es noch Jahre dauern, bis man weis, was wirklich passiert ist. Es ist auch hier notwendig, zweifelsfrei Klarheit über die Ursachen zu schaffen. Ob die Ergebnisse den Beteiligten gefallen oder nicht.
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Veröffentlicht März 6, 2018 von freundederraumfahrt in Anderes, Raumfahrtgeschichte