Meridian 2019 – Raumfahrtpreis in der Bewährungsphase

(veröffentlicht auf: https://www.raumfahrer.net/news/raumfahrt/25042019161313.shtml am 25.04.2019)

Im Jahr 2019 soll der junge Raumfahrtpreis „Silberner Meridian“ zum zweiten Mal vergeben werden – und erstmals nach einem öffentlichen Aufruf für Vorschläge zur Nominierung für die Preisverleihung 2019.

Es läuft gut. So zu mindestens kann man es interpretieren, wenn man sich mit den Organisatoren des Raumfahrtpreises „Silberner Meridian“ unterhält. Es gibt weitere neue Mitglieder und Sponsoren in der Initiative. Somit ist die Finanzierung gesichert. Geht man davon aus, das jedes Mitglied der Initiative mindestens einen Vorschlag für den Preisträger 2019 einbringt, steht einer entsprechenden Auswahl und einer großen Preisverleihung dieses Jahr nichts mehr im Wege. So weit, so gut.
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Veröffentlicht April 25, 2019 von freundederraumfahrt in Anderes

Rückblende: Herman Potočnik Noordung

(veröffentlicht auf: https://www.raumfahrer.net/news/raumfahrt/15042019174447.shtml am 15.04.2019)

Zur Ehrung eines Weltraumvisionärs.

Denkt man heute an den Begriff „Raumstation“, so schwebt einem sofort das Bild der ISS vor Augen. Eine große Konstruktion aus Zylindern, Kegeln und Quadern mit riesigen Solar-Auslegern. Das Bild einer Raumstation, wie wir sie heute kennen, wurde durch die Vorgängermodelle, wie Saljut, Mir und Skylab geprägt. Immer wird ein Zylinder mit anderen Zylindern kombiniert.

Geht man in der Zeit weit vor 1971 zurück, so findet man ganz andere Vorstellungen von der „klassischen“ Raumstation. In verschiedenen Publikationen wurde diese als ringförmiges, sich um die Radnabe drehendes Gebilde dargestellt. Man war der Meinung, dass es notwendig wäre, durch Rotationskräfte künstliche Schwerkraft zu erzeugen. Ein gar nicht so abwegiger Gedanke für Langzeitaufenthalte im Weltraum, der heute weiter aktuell ist.
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Neu im Kino: Alfons Zitterbacke

(veröffentlicht auf: https://www.raumfahrer.net/news/raumfahrt/03042019191930.shtml am 03.04.2019)

Ein Kinderfilm mit „etwas“ Raumfahrt.

Ob es ein Zufall war oder bewusstes Kalkül, ist nicht festzustellen. Tatsache ist, das ausgerechnet am Vorabend des Tages der Raumfahrt ein Kinderfilm in die deutschen Kinos kommt, der in gewisser Hinsicht auch etwas mit Raumfahrt zu tun hat.

Es geht um den Film „Alfons Zitterbacke“, dessen Kinostart auf den 11. April 2019 angesetzt ist. Nein, die Rede ist nicht von dem Ur-Alt-Kinder-Kinostreifen der DEFA aus dem Jahre 1965. Dieser angestaubte Film ist im Osten unseres Landes Kult. Hier zeigen sich wieder die unterschiedlichen Biographien der Bürger. Die meisten älteren Bewohner der fünf neuen Bundesländer werden sich sofort an den Klassiker nach den Kinderbüchern von Gerhard Holtz-Baumert erinnern. Unvergessen zum Beispiel das Kosmonauten-Training im Kettenkarussel oder das Kosmonauten-Essen aus der Tube in Form von Senf und Majonäse. Hingegen werden Alteingesessene in den Altbundesländern nur mit den Schultern zucken und fragen „Zitter…- Wer?“.

Die Geschichte ist einfach: Alfons hat große Pläne, schwimmt dabei auch manchmal gegen den Strom und erlebt dabei immer wieder diverse Pechsträhnen und Rückschläge. Damals wie heute. Nun war es offensichtlich Zeit, den Stoff in die Jetzt-Zeit zu adaptieren. Ob das gelungen ist, wird das Publikum entscheiden.
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Veröffentlicht April 3, 2019 von freundederraumfahrt in Kinoseite

Nicht kleckern, sondern klotzen

(veröffentlicht auf: https://www.raumfahrer.net/news/raumfahrt/01042019040251.shtml am 01.04.2019)

ESA und DLR bauen einen neuen Triebwerksprüfstand für Feststoffbooster. (Achtung, Aprilscherz)

Erst vor Kurzem weihte die ESA zusammen mit dem DLR den neuen Prüfstand P5.2 am DLR-Standort Lampoldshausen ein. Ein Meilenstein für das DLR und für das Ariane-6-Programm. Die langfristigen Auswirkungen auf den Triebwerkstestbetrieb, auf Wirtschaft, Forschung und Entwicklung in der betreffenden Region sind dabei noch gar nicht abzusehen. Raumfahrer.Net jedenfalls veröffentlichte dazu eine Pressemitteilung des DLR.

Nun verdichten sich unbestätigte Gerüchte, dass die ESA die Entwicklung von Raketen einer neuen Generation verstärkt voran treiben will. Dazu soll ein Testareal mit einem entsprechend nutzbaren Prüfstand für Feststofftriebwerke in Betrieb genommen werden. Wie bekannt, sah das ursprüngliche Konzept der Ariane 6 eine Anzahl von Feststoffstufen vor. Der Technologievorsprung amerikanischer Firmen, die Erfahrungen mit entsprechenden Boostern beim Space-Shuttle-Programm gesammelt hatten, und diese nun konsequent für das SLS weiter entwickeln, soll aufgeholt werden. Bislang scheitere dieses Vorhaben nicht nur am politischen Willen der beteiligten Länder, sondern auch schlicht an der nicht erfolgten Bereitstellung entsprechender Prüf- und Testkapazitäten. Das soll nun anders werden.
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Veröffentlicht April 1, 2019 von freundederraumfahrt in Information, Technik und Projekte

Suborbitale Flüge in der Sowjetunion

(veröffentlicht auf: https://www.raumfahrer.net/news/raumfahrt/01042019031336.shtml am 01.04.2019)

Rückblende: Frühe bemannte suborbitale Flüge in der Sowjetunion. Neue Informationen und neue Fragen … (Achtung, Aprilscherz)

In wenigen Tagen jährt sich zum 58. Mal der historische Flug von Juri Gagarin. 1961 startete zum ersten Mal in der Geschichte der Menschheit ein Raumschiff mit einem Menschen an Bord zu einem Flug in den Weltraum. Der Flug ging über einen kompletten Erdorbit. Diese Erstleistung wurde von der Sowjetunion vollbracht.

Die USA brachten ihren Mann erst einen Monat später ins All. Dabei absolvierte der Astronaut Alan B. Shepard einen ballistischen Flug mit einer Redstone-Rakete. Technologisch gleich ziehen mit der Sowjetunion konnten die USA erst ein Jahr später mit dem historischen Flug von John Glenn. Alle diese Unternehmen waren höchst risikoreich und es gebührt den damaligen Raumfahrern höchste Anerkennung für ihren Mut. Nicht bekannt ist, wie viele Opfer es bei der Erringung dieser Ziele im Vorfeld gegeben hat.
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Veröffentlicht April 1, 2019 von freundederraumfahrt in Raumfahrtgeschichte, Technik und Projekte

Alexander Gerst wieder im EAC in Köln

(veröffentlicht auf: https://www.raumfahrer.net/news/raumfahrt/05012019080308.shtml am 05.01.2019)

Was folgt(e) sind Liegestütze unterm Weihnachtsbaum – und eine menge Arbeit. Ein kommentierender Rückblick auf eine Pressekonferenz nach einer langen Dienstreise.

Zwischen Weihnachten und Neujahr ist bei vielen Menschen in Deutschland Stress pur angesagt. Mir blieb aber noch Zeit, zwischen Weihnachtsgans und Silvesterkarpfen den medialen Raumfahrtjahresabschluss Revue passieren zu lassen. Die Rede ist von der Pressekonferenz am 22. Dezember 2018 mit Alexander Gerst beim Europäische Astronautenzentrum (European Astronaut Centre, EAC) in Köln. Dazu also einige Gedanken.

Die Ereignisse im Dauerlauf
War das ein Marathon nach der Landung?! Etwas mehr als 13 Stunden nach dem Aufsetzen in der gut durchgekühlten kasachischen Steppe erreichte Gerst das dagegen angenehm regnerisch temperierte Köln.

Bei der Rückreise ins EAC ließ man nichts anbrennen. In Erinnerung ist noch Gests Rückkehr von seiner ersten Mission mit einem ADAC-Ambulanz-Jet. Der jetzige ESA-Chef Wörner hatte auf einer Veranstaltung in Morgenröthe-Rautenkranz einmal sehr zur allgemeinen Belustigung des Publikums erzählt, wie es zu diesem etwas ungewöhnlichen Transport gekommen war, inkl. der Klärung der Frage, ob Gerst überhaupt ADAC-Mitglied ist. Eine solche Blöße wollte man sich diesmal nicht geben.

Die ESA hatte bei Jetcall extra einen Jet gechartert. Sogar das ESA-Logo war aufgeklebt worden. Die Bombadier Challenger CL604 war für den Krankentransport ausgerüstet, wie man auf der Webseite von Jetcall lesen konnte. Aber Gerst wird, so wie auf dem früheren Heimkehrflug, vermutlich keine Trage gebraucht haben. Gut gelaunt stieg er in Köln aus, gerade so, als ob er gerade von einer Eintages-Dienstreise kam. Und Raumfahrer.net war dabei. Danke an Mario für Bilder und Eindrucksschilderungen im Forum Raumcon.

29 Stunden nach der Rückkehr zur Erde gab Gerst sein erstes Interview im EAC in Köln. Und weitere 24 Stunden später folgte der mediale Abschluss seines Fluges: Die Pressekonferenz, zwei Tage nach der Landung, im EAC in Köln.
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Rückblende: Gedanken zu Apollo 8 – Weihnachten 1968

(veröffentlicht auf: https://www.raumfahrer.net/news/raumfahrt/20122018110443.shtml am 20.12.2018)

Ein Startplatz in Florida in den Vereinigten Staaten von Amerika. Drei Männer schicken sich an Geschichte zu schreiben. In einem Gefährt von 10 Tonnen bei einem Durchmesser von 2,70 Metern soll zum ersten Mal in der Geschichte der Mond angesteuert werden.

Die Vision
Der Start zum Mond gelingt. Der Mond wird umflogen. Schließlich endet die Reise mit der Wasserung im Pazifischen Ozean, wo die kühnen Männer von einem Schiff der Marine der Vereinigten Staaten gerettet werden. Alle werden als Helden gefeiert…

Kommt einem die Geschichte bekannt vor? Irgendwie schon.

Aber sie ist nicht fünfzig, sondern hundertfünfzig Jahre alt. Sie entstammt der Feder des genialen französischen Schriftstellers Jules Verne. Dieser schrieb 1865 und 1870 seine beiden berühmten phantastischen Mondreisegeschichten „Von der Erde zum Mond“ und „Reise um den Mond“. Die Parallelen zu den später erfolgten wirklichen Mondflügen sind verblüffend.
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Veröffentlicht Dezember 20, 2018 von freundederraumfahrt in Raumfahrtgeschichte, Technik und Projekte